Die Kultur
Reich und vielgestaltig ist das Kulturerbe auf bulgarischem Boden. Schon seit fernen, prähistorischen Zeiten besiedelt, bewahrt er bleibende Spuren verschiedener Epochen mit althergebrachten Traditionen. Seine Lage auf einem Kreuzweg erklärt das Verflechten, Vermischen und das gegenseitige Einwirken von Kulturen, Sitten, Religionen verschiedener Stämme und Völker, die in der Region gelebt hatten und umher gezogen waren. Bewegend ist die Berührung mit den Tausenden Kulturbotschaften der bulgarischen Vorfahren. Unschätzbar ist das kultur-historische Erbe der antiken Thraker, Griechen, Römer und Generationen von Bulgaren, die durch ihre Errungenschaften interessante und nützliche Information über ihre Sitten, Traditionen und geistige Weitsicht hinterlassen haben.
Die in der halkoliten Akropolis von Warna gefundenen goldenen Gegenstände wurden als das älteste verarbeitete Gold auf der Welt eingeschätzt. Bei Stara Zagora wurden die ältesten Kupferbergwerke Europas entdeckt, in deren Stollen man schon Ende des 5. Jt. v. Chr. Kupfererz gewann und Kupfergegenstände produzierte. Unter den erhaltenen Meisterwerke der späten prähistorischen Kunst auf der Balkanhalbinsel zählen die einmaligen Höhlenwandmalereien in Magurata (nordwestlich von Belogradtschik).
Unter dem Wertvollsten, was auf bulgarischem Boden entdeckt wurde, zählt das Kulturerbe der Thraker, die unglaubliche künstlerische und architektonische Meisterwerke geschaffen haben. Die thrakische Kunst, die einen langen und komplizierten Entwicklungsweg am Anfang der späten Bronzezeit bis zum Ende der Antike hinter sich hatte, hinterließ bemerkenswerte Schätze, Grabstätten, Gotteshäuser, heilige Stätten, Städte.
Von Interesse sind die Grabstätte von Alexandrowo (nah dem Dorf Alexandrowo bei Hasskowo) mit wertvollem Wandmalereischmuck, die thrakische Grabstätte von Mezek (Hasskowogebiet) und andere. Bemerkenswerte Details von Bautechniken und künstlerische Verfahren aus der Antike findet man auch bei den Überresten der königlichen thrakischen Städte Kabile (bei Jambol) und Sevtopolis (unter dem Wasser von der Talsperre Koprinka bei Kazanlak) sowie solche aus den griechischen Schwarzmeerkolonien Odessos (Warna), Apolonia (Sozopol), Messembria (Nessebar), Dionissopolis (Baltschik) u.a., viele von denen über der Stelle von alten thrakischen Siedlungen entstanden waren.
Besonders populär in den 90-er Jahren des 20. Jh. wurde die Region des Rosentals von Kazanlak, wo man neue Grabstätten, welche die Entwicklung der thrakischen Kultur zwischen dem 5. Jh. und 4. Jh. v. Chr. darstellen, entdeckt, sodass die Welt von einem Tal der thrakischen Koenigen erfuhr.
Die Entdeckungen der bulgarischen Archäologen in den letzteren Jahren grenzen an Sensationen. Unheimlich ist das Interesse für das thrakische Kultuszentrum Starosel (bei Hissarja, Region Plovdiv), für Perperikon (bei Kardshali, in den Ostrhodopen), wo eine heilige Felsenstadt der Thraker entdeckt wurde, für Tatul, für die Schätze von Zlatinitza, Sinemoretz und andere.
Spuren von Bauten aus römischer Zeit findet man heute noch: Festungsmauern und Foren, Gotteshäuser und Thermen, Amphitheater, Stadions und Gebäude unterschiedlicher Bestimmung aus den antiken Städten Philippopol/Trimonzium (heute Plovdiv), Serdika (heute Sofia), Odessos (heute Warna), Pautalia (heute Kjustendil), Diokletzianopel (heute Hissarja), Abritus (heute Razgrad), Nikopolos ad Istrum (nördlich von Weliko Tarnovo), Nikopolis ad Nestrum (östlich von Gotze Deltschev), Nove (bei Swischtov), Sexaginta Prista (heute Russe) und andere.
Das bedeutendste frühmittelalterliche Denkmal der bulgarischen Monumentalkunst und einmalig in seiner Art ist das Felsenrelief der Reiter von Madara (neben dem Dorf Madara bei Schumen), welches auf der Liste des Weltkulturerbes unter dem Schutz von UNESCO steht.
Unter den erhaltengebliebenen Kulturdenkmälern aus der Priode des Mittelalters sind die Wandmalereien in einigen Kirchen von Tarnovo, die Ikonen in den Kirchen von Nessebar und anderen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die einmaligen Fresken in der Kirche von Bojana und die Felsenkirchen von Iwanovo, die gebührend eingeschätzt und in die Liste des Weltkulturerbes unter dem Schutz von UNESCO einbezogen wurden. Diese unbestrittenen Meisterwerke der bulgarischen antiken Kunst zeigen der Welt die Errungenschaften des bulgarischen schöpferischen Genius.
Objekt des kulturellen Tourismus sind sowohl eine Reihe von Siedlungen und Stadtviertel, die die Atmosphäre der Wiedergeburt bewahrt haben, wie Koprivschtiza, Altplovdiv, Weliko Tarnovo, Arbanassi, Sheravna, Boshenzi, Trjavna, Bansko, Melnik u.a. (ein Teil von ihnen haben den Status von kultur-historischen Reservaten), als auch bemerkenswerte Klöster und Kirchen, darunter das Rila-, Batschkowo-, Trojan-, Roshen-, Preobrashenkloster, die Kirche „Sweta Troitza“ in Bansko und andere. Im 18. und 19. Jahrhundert zu regen Zentren des kulturellen und sozial-politischen Lebens geworden, wurden die bulgarischen Klöster selbstverständliche Mittelpunkte für geistige und materielle Betätigung der aufstrebenden bulgarischen Nation.
Objekt des kulturellen Tourismus sind sowohl eine Reihe von Siedlungen und Stadtviertel, die die Atmosphäre der Wiedergeburt bewahrt haben, wie Koprivschtiza, Altplovdiv, Weliko Tarnovo, Arbanassi, Sheravna, Boshenzi, Trjavna, Bansko, Melnik u.a. (ein Teil von ihnen haben den Status von kultur-historischen Reservaten), als auch bemerkenswerte Klöster und Kirchen, darunter das Rila-, Batschkowo-, Trojan-, Roshen-, Preobrashenkloster, die Kirche „Sweta Troitza“ in Bansko und andere. Im 18. und 19. Jahrhundert zu regen Zentren des kulturellen und sozial-politischen Lebens geworden, wurden die bulgarischen Klöster selbstverständliche Mittelpunkte für geistige und materielle Betätigung der aufstrebenden bulgarischen Nation.